LAG Hessen: Private Nutzung der Frankiermaschine im Unternehmen rechtfertigt fristlose Kündigung – Urt. v. 22.08.2007, Az. 16 Sa 1865/06

Die Nutzung der Frankiermaschine des Unternehmens für private Post ist nach einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Hessen vom 22.08.2007 Grund zum Ausspruch einer fristlosen Kündigung – ohne vorherige Abmahnung.
Das gelte auch wenn der Schaden für die Firma überschaubar ist. Im entschiedenen Fall hatte ein Arbeitnehmer nachweislich mehrfach Privatbriefe frankieren lassen. Der Schaden war geringer als fünf Euro. Eine Kündigung ohne vorherige Abmahnung sei dennoch möglich. Auch ein Diebstahl geringwertiger Sachen oder das Erschleichen sonstiger Vorteile berechtige den Arbeitgeber zum Ausspruch einer fristlosen Kündigung.

Quelle: Focus.de vom 22.08.2007

Anmerkung: Wie immer sind die Arbeitsgerichte bei Vermögensdelikten hart und unnachgiebig. Der Arbeitgeber kann in der Regel nicht darauf vertrauen, dass es sich um eine einmalige Tat handelt und das weitere Verletzungen arbeitsvertraglicher Pflichten ausgeschlossen sind. Auf die Höhe des Schadens kommt es angesichts dieses Vertrauensbruchs nicht an.

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