Arbeitsgericht Frankfurt: Manager muss Degradierung bis zum Abschluss des arbeitsgerichtlichen Verfahrens hinnehmen – Az. 7 Ga 98/07

Das Arbeitsgericht Frankfurt hat den Antrag eines Betriebsstellenleiters abgewiesen, bis zum Ende des Rechtstreits über seine Strafversetzung als Sachbearbeiter an seinem bisherigen Arbeitsplatz weiterbeschäftigt zu werden.
„Es sei einem Angestellten durchaus zuzumuten, eine Degradierung wegen schlechter Arbeitsleistung bis zu einem rechtskräftigen Urteil im Hauptverfahren hinzunehmen.“(Az. 7 Ga 98/07). Der Manager wehrte sich gegen eine Degradierung wegen angeblich schlechter Arbeitsleistung.

Quelle: Handelsblatt / Wirtschaftswoche

Anmerkung: Sicher handelt es sich hier um eine Einzellfallentscheidung, die nicht ohne Weiteres verallgemeinert werden darf. Arbeitnehmer haben im ungekündigten Arbeitsverhältnis einen Anspruch auf vertragsgemäße Beschäftigung, der aus dem Persönlichkeitsrecht des Arbeitnehmers hergeleitet wird. Hieraus folgt die Beschäftigungspflicht des Arbeitgebers. Die einseitige Degradierung des Arbeitnehmers zu einer Tätigkeit außerhalb der Stellenbeschreibung im Arbeitsvertrag ist deshalb nicht ohne wichtigen Grund denkbar. Die Erfolgsaussichten des Rechtsstreits in der Hauptsache spielen z.B. eine wesentliche Rolle.

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