Mobbingklage: Einheitlicher Vorwurf bei Mobbing-Fällen – Beginn der Ausschlussfrist im Arbeitsvertrag erst nach Ende der Mobbingsituation

Das Bundesarbeitsgericht hat am 16.5.2007 entschieden, dass eine wirksam vertraglich vereinbarte Ausschlussfrist grundsätzlich auch für Schadensersatz- und Entschädigungsansprüche wegen Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts und damit für Ansprüche aus mobbingbedingten Verletzungshandlungen gelten. Wer zu lange mit deren Geltendmachung wartet, kann deshalb seine Ansprüche verlieren. Die einzelnen Mobbinghandlungen sind jedoch in ein übergreifendes systematisches Vorgehen eingebettet. Solange dieses nicht beendet ist, beginnt die Ausschlussfrist zur Geltendmachung von Ansprüchen nicht zu laufen. Bei der Prüfung von Mobbing-Fällen müsse eine ”Gesamtschau” vorgenommen und länger zurückliegende Vorfälle berücksichtigt werden, die in einem Zusammenhang mit den späteren Mobbing-Handlungen stehen. (Quelle: BAG, Pressemitteilung Nr. 35/2007).

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