Zeiten der geringfügigen Beschäftigung sind auch bei der Berechnung der Beschäftigungszeiten nach BAT zu berücksichtigen

Nach § 19 BAT (i.V.m. § 4 I des 77. Änderungstarifvertrages) sollten bei der Berechnung von Beschäftigungszeiten Zeiten der geringfügigen Beschäftigung außen vor belieben. Dagegen wandte sich eine Arbeitnehmerin im Rahmen ihrer Kündigungsschutzklage. Bei Anrechnung dieser Zeiten wäre sie ordentlich unkündbar gewesen.

Das Bundesarbeitsgericht wies in seiner der Klage stattgebenden Entscheidung darauf hin, dass eine Nichtanrechnung der Zeiten aus geringfügiger Beschäftigung gegen § 4 Abs.1 Teilzeit- und Befristungsgesetz verstoße. Das unterschiedliche Arbeitspensum allein rechtfertige keine unterschiedliche Behandlung von Teilzeit- und Vollzeitkräften.
(Entscheidung des BAG 25.04.2007, Az. 6 AZR 746/07)

Anmerkung:
Die präzise Prüfung der Beschäftigungszeiten ist in der Personalplanung enorm wichtig. Andere Kündigungsgründe oder Unternehmensumgestaltungen bleiben von dieser Entscheidung unberührt.

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